Fettflecken auf Beton und Stein entfernen

Ob beim Grillen oder beim Motorradfahren – Fett- und Ölflecken sind ein alltägliches Ärgernis. Sie verschandeln den Belag und können durch die Saugfähigkeit von Beton, Pflaster oder Naturstein tief ins Material eindringen. Da viele Betone und Natursteine Kalk enthalten, reagieren sie empfindlich auf Säure. Chemische Fettlöser oder falsche Hausmittel können den Stein daher dauerhaft schädigen. In diesem Kapitel erfahren Sie, warum Fettflecken so hartnäckig sind und wie Sie sie Schritt für Schritt beseitigen können, ohne Ihren Boden zu ruinieren.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Stein ist porös: Fett/Öl zieht tief ein – schnell handeln.
  • Soforthilfe: Küchenpapier, Sägemehl oder Katzenstreu auf frische Flecken, dann entsorgen.
  • Tabu: Säuren, Hochdruck/Dampf, Streusalz – schädigen Stein und treiben Öl tiefer.
  • Reinigen: Schmier-/Gallseife oder Waschpulver; bei kleinen Flecken Pasten (Backpulver, Spüli+Mehl).
  • Hartnäckiges/alt: Spezial-Ölfleckenentferner, Entöler-Pasten, Waschbenzin; lange Einwirkzeit.
  • Sicherheit: Erst binden, dann reinigen; Mittel vorher an unauffälliger Stelle testen; Handschuhe/Schutz nutzen.
  • Prävention: Imprägnieren (alle 2–4 Jahre) – erleichtert künftige Reinigung.
  • Profi sinnvoll: Bei großen/flächigen/empfindlichen Steinen.
  • Kosten Richtwerte: Reinigung ca. 2,50–20 € / m²; Komplett-Sanierung mit Versiegelung ~ 15,50 € / m².

Poröse Betone und Natursteine saugen Fett wie ein Schwamm auf. Deshalb ist schnelles Handeln und das richtige Reinigungsverfahren entscheidend, um dauerhafte Flecken zu verhindern.

Beton und Stein: Eigenschaften & Besonderheiten

Pflastersteine, Terrassenplatten und unbehandelter Beton besitzen ein poröses Gefüge, in das Flüssigkeiten tief eindringen können. Durch ihre poröse Oberfläche können Öl und Fett in das Steininnere transportiert und dort dauerhaft abgelagert werden. Besonders interessant ist, dass polierte Natursteine wie Granit oder Marmor während des Poliervorgangs noch saugfähiger werden, da sich ihre Poren dabei weiter öffnen. Diese Eigenschaft macht das Entfernen älterer Flecken sehr schwierig. Spezielle Mittel müssen das Fett regelrecht aus den Poren herausziehen und benötigen dafür teilweise 24 Stunden und länger.

Ein weiteres Problem ergibt sich aus der Zusammensetzung vieler Steine, denn zahlreiche basieren auf Kalk. Essig und andere saure Reinigungsmittel lösen diesen Kalk und können die Oberfläche angreifen. Säurehaltige Mittel können die Oberfläche rau machen. Sie haben noch einen weiteren entscheidenden Nachteil: Essig und Salz sind als Reinigungsmittel im Außenbereich in Deutschland verboten, da sie den pH-Wert des Bodens verändern und das Grundwasser belasten können.

Wir merken uns: Beton und Naturstein sind porös und saugfähig. Polierte Steine besitzen besonders große Poren. Säurehaltige Reiniger beschädigen kalkhaltige Steine und sind im Außenbereich verboten.

Erste Hilfe bei frischen Fettflecken

Schnell reagieren und aufsaugen

Je frischer ein Fleck ist, desto leichter lässt er sich entfernen. Die erste Maßnahme besteht darin, sofort ein saugfähigeres Material als den Stein selbst zu verwenden. Gut geeignet sind Küchenpapier oder Sägemehl. Bei frischen Ölflecken bieten sich auch Katzenstreu, Sägespäne oder Kartoffelmehl an. Diese Materialien werden großzügig auf den Fleck gestreut, leicht festgedrückt und sollten etwa 30 Minuten einwirken, bevor das Bindemittel wieder entfernt wird. Für kleinere Flecken reicht oft schon ein Taschentuch oder Küchenpapier aus.

Diese Sofortmaßnahme ist unverzichtbar, um die natürliche Saugfähigkeit des Steins zu reduzieren und die Fettmenge an der Oberfläche zu verringern. Die Logik dahinter ist einfach: Je weniger Fett ins Material einsickern kann, desto geringer fällt der spätere Reinigungsaufwand aus.

Nach dem Aufsaugen: nicht mit Wasser schwemmen

Ein häufiger Fehler ist es, nach dem ersten Aufsaugen vorschnell zum Hochdruckreiniger zu greifen. Ein frischer Ölfleck sollte keinesfalls mit Dampfstrahlern oder Heißwasser-Hochdruckreinigern behandelt werden, da das Wasser das Öl nur noch tiefer in den steinigen Untergrund drücken würde. Auch aus Umwelt- und Materialschutzgründen sollte auf die Arbeit mit heißem Wasser oder gar mit Säuren verzichtet werden.

Wir merken uns:  Sofort Küchenpapier, Sägemehl oder Katzenstreu auf frische Fettflecken streuen und anschließend entsorgen. Wasser oder Hochdruckreiniger treiben das Öl tiefer in den Stein.

Reinigungsmethoden & Hausmittel

Schmierseife, Gallseife und Waschpulver

Für die eigentliche Reinigung sollten saure Reiniger grundsätzlich gemieden werden. Bewährt haben sich stattdessen Schmierseife, Fensterputzmittel oder klassisches Waschpulver. Der Ablauf gestaltet sich dabei wie folgt: Das Reinigungsmittel wird konzentriert direkt auf den Fleck aufgetragen. Wenn der Stein hitzebeständig ist, kann anschließend kochendes Wasser darübergegossen werden, damit die Lauge tiefer in den Stein eindringen kann. Danach wird mit einer harten Bürste kräftig geschrubbt und die Mischung mit Tüchern aufgenommen. Dieser Vorgang sollte wiederholt werden, bis beim Schrubben kein Schaum mehr entsteht. Aufgrund der stark hautentfettenden Wirkung dieser Reiniger sollten dabei unbedingt Handschuhe getragen werden.

Gallseife gilt als besonders natürliches Mittel und verdankt ihre Wirksamkeit der enthaltenen Galle, die meist aus Ochsengalle gewonnen wird. Diese besitzt die bemerkenswerte Eigenschaft, Fette chemisch in ihre Bestandteile zu zerlegen. Die Gallseife wird kurz auf dem Fleck einwirken gelassen. Anschließend lassen sich die zerlegten Fettbestandteile einfach abwischen. Eine weitere bewährte Methode ist die Verwendung von heißem Wasser, in dem Spülmaschinentabs aufgelöst wurden – auch diese Mischung wirkt effektiv fettlösend. Bei älteren, bereits eingetrockneten Flecken haben sich Waschbenzin oder Benzinseife als hilfreich erwiesen.

Backpulver, Natron und Mehlpasten

Bei kleineren Flecken kann die einfache Backpulver-Methode angewendet werden. Dazu wird Backpulver mit etwas Wasser zu einer streichfähigen Paste angerührt. Diese wird auf den Fleck aufgetragen und sollte dort einige Minuten einwirken. Anschließend lässt sich die Paste einfach mit warmem Wasser abwaschen. Eine ähnliche Vorgehensweise hat sich bei Fettflecken auf Beton bewährt. Gallseife wird aufgetragen, nach ein paar Minuten Einwirkzeit mit kaltem Wasser abgewaschen. Bei älteren, hartnäckigeren Flecken kann man zu einer Paste aus Spülmittel und Mehl greifen. Die Mischung wird aufgetragen, muss vollständig trocknen und wird dann einfach abgebürstet. Übrigens kann auch Kartoffelmehl als effektiver Fettbinder dienen.

Ölbindemittel und Spezialreiniger

Bei besonders hartnäckigen Flecken oder bei Motor- und Schmierölen sind die üblichen Hausmittel oft machtlos. In solchen Fällen empfiehlt sich ein mehrstufiges Vorgehen. Zunächst sollten die bereits erwähnten Bindemittel zum Einsatz kommen, um die Oberflächenreste aufzunehmen. Im nächsten Schritt wird Schmier- oder Gallseife in heißem Wasser aufgelöst. Die Lösung wird auf den Fleck gegossen und mit einer Bürste kräftig geschrubbt. Oft ist es notwendig, diesen Vorgang mehrfach zu wiederholen, bis eine sichtbare Verbesserung eintritt.

Eingetrocknete Flecken erfordern den Einsatz von Spezialprodukten. Hierfür werden Ölfleckenentferner, Entöler-Pasten, Waschbenzin, Terpentin oder Bremsenreiniger verwendet. Die Pasten werden üblicherweise mit einem Pinsel aufgetragen, gründlich eingerieben und bei Bedarf nochmals mit Material bedeckt. Sie müssen mehrere Stunden einwirken, bevor sie schließlich abgekehrt werden können. Bei frischen Flecken auf Pflaster hat sich das folgende Verfahren bewährt: Zunächst wird der Fleck mit Katzenstreu vorbehandelt, anschließend kommt ein spezieller Ölfleckenentferner zum Einsatz. Dieser zieht das Öl tief aus dem Stein heraus, bindet es und lässt es an der Oberfläche trocknen. Nach ausreichender Einwirkzeit wird der getrocknete Rückstand einfach abgekehrt. Ältere Flecken werden mit einem Ölfleckenentferner oder Bremsenreiniger behandelt. Anschließend werden sie mit einer harten Bürste intensiv bearbeitet und abschließend mit klarem Wasser nachgespült.

Für empfindliche Natursteine wie Marmor oder Granit gibt es mittlerweile spezielle Reiniger, die exakt auf die chemischen Eigenschaften des jeweiligen Steins abgestimmt sind. Diese Produkte können die Öl-Fett-Moleküle zersetzen, ohne den Stein anzugreifen. Bei tief eingezogenen Flecken ist allerdings Geduld erforderlich: Die Mittel benötigen oft 24 Stunden und länger, um das Fett vollständig aus den Poren zu ziehen und an der Oberfläche zu trocknen.

Wir merken uns: Für leichte Flecken genügen Gallseife und Waschpulver. Auch Backpulver oder eine selbst angerührte Paste aus Spülmittel und Mehl können helfen. Alte oder tief eingezogene Flecken hingegen benötigen spezielle Reiniger wie Ölfleckenentferner, Waschbenzin oder Entöler-Pasten. Sie erfordern mehrere Stunden Einwirkzeit.

Fett von Beton oder Stein entfernen – was wirkt:

Methode / MittelAnwendung / EignungWirksamkeit (1–5)
Küchenpapier, Sägemehl, KatzenstreuSofortmaßnahme bei frischen Flecken, saugt Öl/Fett oberflächlich auf⭐⭐⭐
Schmierseife / GallseifeBewährt bei leichten bis mittleren Flecken; fettlösend, materialschonend⭐⭐⭐⭐
Waschpulver / Spülmittel (mit heißem Wasser)Für frische oder mittlere Flecken; mehrfach anwendbar⭐⭐⭐⭐
Backpulver oder Natron-PasteFür kleinere, oberflächliche Flecken; mild und umweltfreundlich⭐⭐
Paste aus Spülmittel & MehlBei älteren, aber nicht tief eingezogenen Flecken; leicht selbst herzustellen⭐⭐⭐
Kartoffelmehl / Sägespäne (trocknend)Bindet Fett, besonders bei frischen Flecken⭐⭐
Waschbenzin / Benzinseife / TerpentinFür alte, eingetrocknete Flecken; wirksam, aber nur auf robusten Steinen verwenden⭐⭐⭐⭐
BremsenreinigerSehr stark gegen Motoröl; nur für unempfindliche Oberflächen, gesundheitlich bedenklich⭐⭐⭐⭐
Spezial-Ölfleckenentferner / Entöler-PasteHöchste Wirkung bei tief eingezogenem Öl; lange Einwirkzeit nötig⭐⭐⭐⭐⭐
Essig, Zitronensäure, saure ReinigerVerboten bzw. schädlich für kalkhaltige Steine⚠️ 0 (nicht verwenden)
Hochdruck- / DampfreinigerNicht empfohlen – drückt Öl tiefer, schädigt Oberfläche⚠️ 0 (nicht verwenden)
Imprägnierung nach ReinigungKeine Reinigungsmethode, aber sehr wirksamer Schutz vor neuen Flecken⭐⭐⭐⭐⭐

Die Wirksamkeit kann je nach Steinart, Flecktiefe und Alter der Verschmutzung variieren. Säurehaltige Reiniger, Hochdruckreiniger oder Streusalz sollten nicht verwendet werden, da sie Steinoberflächen dauerhaft schädigen können. Immer erst an einer unauffälligen Stelle testen.

Vorsicht: Was Sie vermeiden sollten

Bei der Fleckenentfernung gibt es einige Fehler, die Sie unbedingt vermeiden sollten. Säurehaltige Reiniger, wie Essig- oder Zitronensäure, sowie Neutralreiniger sind tabu, da sie Kalk in vielen Steinen lösen und die Oberfläche nachhaltig angreifen können. Darüber hinaus ist die Verwendung von Essig und Salz im Außenbereich in Deutschland gesetzlich verboten, da sie den pH-Wert des Bodens verändern und das Grundwasser belasten können.

Auch der Einsatz von Hochdruck- oder Dampfreinigern ist kontraproduktiv. Heißes Wasser oder Dampfreiniger treiben das Öl nur noch tiefer in den Untergrund und können poröse Steine zusätzlich beschädigen. Im Winter sollten Sie zudem auf Streusalz verzichten. Das Salz löst sich in Wasser, dringt in die Poren des Steins ein und kristallisiert beim Verdunsten wieder aus. Dieser Kristallisationsprozess erzeugt kleine Risse und kann Naturstein von innen heraus zerstören. Nutzen Sie stattdessen besser Splitt oder speziellen Sand.

Bei der Verwendung von Lösungsmitteln ist ebenfalls Vorsicht geboten. Alkohol, Benzin oder Nitroverdünnung dürfen nur auf robustem Naturstein verwendet werden – und auch das nur nach einem vorherigen Test an einer unauffälligen Stelle. Beachten Sie, dass diese Substanzen sowohl gesundheitlich als auch ökologisch problematisch sind. Tragen Sie daher unbedingt Handschuhe und testen Sie das Mittel zunächst an einer verdeckten Stelle.

Wir merken uns: Säure, Streusalz und Hochdruckreiniger schaden Beton und Naturstein erheblich. Lösungsmittel sollten nur mit äußerster Vorsicht verwendet werden, da sie gesundheitlich bedenklich sind.

Schutz & Prävention: Imprägnieren und Versiegeln

Nach einer erfolgreichen Reinigung lohnt es sich, über eine Imprägnierung nachzudenken, um neuen Flecken vorzubeugen. Bei versiegeltem oder imprägniertem Stein lassen sich Öl- und Fettflecken deutlich einfacher entfernen. Pflaster- und Terrassenplatten sollten nach einer gründlichen Reinigung und ausreichender Trocknung imprägniert werden. Diese Schutzschicht sollte idealerweise alle zwei bis vier Jahre erneuert werden, damit Schmutz weitgehend abperlt und sich gar nicht erst festsetzen kann. Die am Markt erhältlichen Produkte können wasserabweisend, farbvertiefend oder speziell ölabweisend wirken. Sie dringen tief in die Poren des Steins ein, ohne diese jedoch komplett zu verschließen, sodass der Stein weiterhin „atmen” kann.

Wichtig: Die Oberfläche muss vor der Imprägnierung vollständig trocken sein. Feuchte Poren nehmen die Imprägnierung nicht richtig auf und eventuell vorhandene Flecken können dadurch „eingeschlossen” werden und dauerhaft sichtbar bleiben.

Wir merken uns: Eine regelmäßige Imprägnierung erleichtert die spätere Reinigung erheblich und verlängert die Lebensdauer des Belags.

Fett auf Beton entfernen – wie stark wird der Boden belastet:

Fett auf Beton oder Stein entfernen - wie stark wird der Boden belastet

Professionelle Reinigung und Kosten

Wann lohnt sich der Profi?

Bei großflächigen oder tief eingezogenen Flecken sowie bei besonders empfindlichen Natursteinen kann es sinnvoll sein, einen Fachbetrieb zu beauftragen. Der Grund liegt auf der Hand: Ungeeignete Mittel können den Stein dauerhaft beschädigen. Auch Schmierfette sowie Motor- und Getriebeöle lassen sich häufig nur mit professionellem Gerät und spezieller Chemie vollständig entfernen.

Typische Kosten

Die Kosten für eine professionelle Pflasterreinigung variieren stark und hängen von verschiedenen Faktoren ab. Für eine gründliche Reinigung liegt der Preisrahmen zwischen 2,50 € und 20 € pro Quadratmeter, wobei die genauen Kosten von Material, Verschmutzungsgrad und Region abhängen. Bei leichten Verschmutzungen, wie einfachem Staub, liegen die Kosten zwischen 2,50 und 5 € pro Quadratmeter. Mittelstarke Verschmutzungen durch Moos oder Algen kosten 5 bis 10 € pro Quadratmeter, während starke Verschmutzungen wie hartnäckige Ölflecken mit 10 bis 20 € pro Quadratmeter berechnet werden. Eine komplette Sanierung inklusive Versiegelung und Fugenfüllung kostet in der Praxis etwa 15,50 € pro Quadratmeter.

Wir merken uns: Professionelle Hilfe ist besonders bei großen, alten oder hartnäckigen Flecken sinnvoll. Die Kosten liegen je nach Verschmutzungsgrad zwischen 2,50 € und 20 € pro Quadratmeter. Eine komplette Sanierung mit Versiegelung kostet rund 15,50 € pro Quadratmeter.

Langfristige Pflege & Werterhalt

Ein sauberer, fleckenfreier Belag ist nicht nur langlebig, sondern wertet auch das gesamte Grundstück optisch auf. Vor jeder gründlichen Reinigung sollten zunächst lose Erde, kleine Steinchen und Laub mit einem Besen gründlich entfernt werden. Hartnäckiges Moos oder Algen können mit einem lösungsmittelfreien Algenentferner behandelt werden. Nach der Reinigung ist es wichtig, dass die Fläche vollständig trocknen kann. Wenn Restfeuchtigkeit zurückbleibt, begünstigt dies die erneute Bildung von Moos und Algen.

Im Winter sollte Streusalz grundsätzlich tabu sein. Setzen Sie stattdessen auf Splitt oder Sand, um die notwendige Rutschfestigkeit zu gewährleisten. Die beste Zeit für eine gründliche Reinigung und Trocknung liegt im Frühling oder Sommer, wenn die Temperaturen zwischen 10 °C und 25 °C liegen und der Stein optimal austrocknen kann.

Darüber hinaus können Sie das Risiko neuer Fettflecken durch einfache Vorsichtsmaßnahmen vermindern. Schutzmatten unter dem Grill oder unter parkenden Fahrzeugen fangen Tropfen ab, bevor sie den Stein erreichen. Eine regelmäßige Kontrolle und das schnelle Entfernen neu entstandener Flecken tragen maßgeblich dazu bei, die Lebensdauer des Belags zu verlängern.

Wir merken uns: Regelmäßiges Kehren, das konsequente Vermeiden von Streusalz und das schnelle Beseitigen neuer Flecken sowie eine Reinigung bei milden Temperaturen schützen Ihre Steinflächen langfristig.

Tipps & Fehler vermeiden

Bevor Sie einen neuen Reiniger großflächig einsetzen, sollten Sie ihn immer an einer unauffälligen Stelle testen, um mögliche Materialschäden auszuschließen. Dies gilt insbesondere für aggressive Lösungsmittel. Bei der Arbeit mit Reinigern ist geeignete Schutzausrüstung unverzichtbar. Tragen Sie stets Handschuhe und bei der Arbeit mit Lösungsmitteln zusätzlich einen Atemschutz. Viele dieser Produkte entfetten nämlich nicht nur Fett, sondern auch Ihre Haut. Zudem können manche auf eine Weise verdampfen, die die Atemwege reizen kann.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die richtige Einwirkzeit. Während Hausmittel wie Gallseife oder Backpulver einige Minuten benötigen, um ihre Wirkung zu entfalten, müssen Spezialreiniger oft mehrere Stunden einwirken. Ungeduld führt hier unweigerlich zu schlechten Ergebnissen. Bei frischen Flecken sollten Sie zudem nicht unnötig reiben. Die richtige Reihenfolge lautet: Erst binden, dann reinigen. Wenn Sie zu früh und hektisch schrubben, verteilen Sie das Öl nur noch weiter auf der Oberfläche.

Die Imprägnierung Ihrer Steinflächen sollten Sie alle zwei bis vier Jahre erneuern. Wichtig dabei ist, dass Sie die Fläche vorher gründlich reinigen und vollständig trocknen lassen. Wenn Sie sich für eine professionelle Reinigung entscheiden, lohnt es sich, mehrere Angebote einzuholen und dabei auf die Erfahrung und die Referenzen der Anbieter zu achten. Die regionalen Preisunterschiede können erheblich sein.

Wir merken uns: Vorsichtig reinigen, stets geeignete Mittel verwenden und nie auf Schutzausrüstung verzichten. Durch eine regelmäßige Imprägnierung und das Einholen von Profiangeboten vermeiden Sie teure Fehler.

Fazit

Fett- und Ölflecken auf Beton und Naturstein sind zwar ärgerlich, aber kein Grund zur Verzweiflung. Entscheidend für den Erfolg ist, schnell zu reagieren und den Fleck zunächst mit geeigneten Bindemitteln wie Küchenpapier, Sägemehl oder Katzenstreu aufzunehmen. In der anschließenden Reinigungsphase kommen dann die passenden Reiniger zum Einsatz: Schmier- oder Gallseife sowie Waschpulver lösen frische Verschmutzungen zuverlässig, während Pasten aus Backpulver oder Mehl bei kleineren Flecken gute Dienste leisten. Hartnäckige oder bereits ältere Flecken erfordern Spezialreiniger und vor allem Geduld, da diese Mittel häufig mehrere Stunden einwirken müssen und gegebenenfalls mehrfach aufgetragen werden.

Vermeiden Sie grundsätzlich den Einsatz von Säure, Hochdruckreinigern und Streusalz, um Ihren wertvollen Steinboden zu schützen. Eine regelmäßige Imprägnierung erleichtert die spätere Reinigung erheblich und verhindert, dass Öl tief in die Steinporen eindringt. Bei großen oder besonders empfindlichen Flächen kann es sich lohnen, einen Fachbetrieb zu beauftragen. Die Kosten dafür bewegen sich je nach Verschmutzungsgrad zwischen etwa 2,50 € und 20 € pro Quadratmeter. Mit diesen Tipps und der richtigen Vorgehensweise bleiben Ihre Beton- und Steinflächen dauerhaft schön und gepflegt.